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1. FC Union Berlin - Union Saint-Gilloise Vorschau: Favoritensieg zum EL-Start?

Union berlin - Saint-Gilloises in der Vorschau

Bildquelle: Harleypaul on Tour [], (Bild bearbeitet)

Am Donnerstag startet für den 1. FC Union Berlin erstmals in der Vereinsgeschichte das Abenteuer Europa League. Zum Start empfangen die Eisernen den belgischen Vertreter Royale Union Saint-Gilloise. Die formstarken Köpenicker sind klarer Favorit, doch unterschätzen darf man die Gäste in diesem historischen Spiel keinesfalls. Alle Infos zur Partie gibt es in der 1. FC Union Berlin Royale Union Saint-Gilloise Vorschau.

Eins ist jetzt schon klar: Der Donnerstag, 8. September 2022, wird in die Union-Geschichte eingehen. Nicht nur, weil der 1. FC Union erstmals ein Spiel in der Europa League bestreitet. Sondern erstmals werden die Eisernen auch ein internationales Pflichtspiel im heimischen Stadion An der Alten Försterei austragen. „Für uns werden Träume wahr“, blickt auch Union-Präsident Dirk Zingler voller Vorfreude auf Europapokal-Debüt im Union-Wohnzimmer voraus.

Europa-Festspiele endlich in der Alten Försterei - Union als Gruppenfavorit

Nachdem der 1. FC Union Berlin in der Vorsaison aufgrund des Stehplatz-Verbots seine Heimspiele in der Conference League, wo man sich wenig mit Ruhm bekleckerte und frühzeitig in der Gruppenphase scheiterte, ins ungeliebte Olympiastadion ausweichen musste, steigen die Europa-Festspiele der Unioner nun in der Alten Försterei. Das wird dem 1. FCU für die Mission „Erreichen der K.o.-Runde“ einen Extra-Schub verleihen und zusätzlich beflügeln.

Ohnehin ist Union Berlin in der Gruppe D der Europa League als ganz heißer Anwärter auf das Weiterkommen zu sehen. Denn neben Auftaktgegner Royale Union Saint-Gilloise lauteten die weiteren, machbaren Kontrahenten Malmö FF (Schweden) und Sporting Braga (Portugal).

Europa League-Auftakt: 1. FC Union für Royale Union gewappnet

Für einen perfekten EL-Start der Rot-Weißen soll am Donnerstag (Anpfiff 18.45 Uhr) natürlich ein Sieg gegen den belgischen Underdog her. Man darf gespannt sein, wie der 1. FC Union mit der ungewohnten Rolle des klaren Favoriten zurechtkommt. Fakt ist jedoch, dass die Ost-Berliner für die Partie gegen den Namensvetter Union Saint-Gilloise gewappnet sind.

Am Wochenende konnte die Auswahl von Urs Fischer ihre eindrucksvolle Serie ausbauen und blieb saisonübergreifend auch im zwölften Bundesligaspiel in Folge ungeschlagen. Gegen den Branchenprimus FC Bayern gab es vor heimischer Kulisse ein gerechtes 1:1. Den Punktgewinn verdienten sich die Hausherren mit ihrer gewohnten Leidenschaft und Kampfgeist.

Vieles spricht für Sieg der Eisernen gegen belgischen Underdog

Der 1. FC Union ist zum Saisonstart richtig stark unterwegs. Legte einen neuen Startrekord hin und hat nach fünf Spieltagen bereits starke 11 Punkte auf der Habenseite. Damit mischen die Eisernen angesichts von nur einem Zähler Rückstand auf den Überraschungsersten SC Freiburg in der Bundesliga-Tabelle als Vierter ganz oben mit.

Der 1. FC Union kann mit breiter Brust ins erste Gruppenspiel gegen Royale Union gehen und auf den Dreier schielen. Denn individuell ist der Bundesligist dem Gegner aus Belgien klar überlegen. Die Eisernen können zudem auf ihre starke Defensive und im Sturm auf einen extrem formstarken Sheraldo Becker setzen, der mit fünf Ligatreffer derzeit geteilter Erster der Bundesliga Torschützenliste ist. Ganz zu schweigen vom Heimvorteil. In der Alten Försterei gab es in der noch jungen Saison vor dem Bayern-Remis zwei Siege gegen RB Leipzig (2:1) und Hertha BSC (3:1).

Wie ´Lautern 1998: Royale Union als Aufsteiger fast belgischer Meister

Doch trotz klarer Rollenverteilung zugunsten des 1. FC Union, ist Saint-Gilloise nicht zu unterschätzen. Denn die Blau-Gelben, die ihrerseits erstmals in der Europa League mitmischen, haben in den letzten Monaten eine ähnliche Erfolgsgeschichte geschrieben wie die Köpenicker. Erst im Vorjahr stieg RUSG nach fast 50-jähriger Abstinenz in das belgische Fußball-Oberhaus auf. Dort sorgte der Sensationsaufsteiger für mächtig Furore, wurde Vizemeister.

 

 

Fast hätte es Union Saint-Gilloise wie der 1. FC Kaiserslautern 1998 in der Bundesliga gemacht, als die Roten Teufel als Aufsteiger Meister wurden. Dass am Ende nicht für den Meistertitel gereicht hat, ist lediglich dem Spielmodus in der Jupiler League geschuldet. Die reguläre Saison beendeten die Unionistes als Tabellenerster und hatten 5 Punkte Vorsprung die nationalen Schwergewichte FC Brügge und RSC Anderlecht. In den Playoffs der vier bestplatzierten Teams wurde Saint-Gilloise jedoch noch vom Serienmeister FC Brügge abgefangen.

Trotz vieler Abgänge: Union Saint-Gilloise mit ordentlichem Saisonstart

Dennoch weckten einige Leistungsträger der Unionistes Begehrlichkeiten auf dem Transfermarkt und neben einigen wichtigen Spielern wie etwa der deutsche Torjäger Deniz Undav (wechselte zu Brighton) ging auch Erfolgstrainer Felice Mazzu von Bord und heuerte beim Rekordmeister RSC Anderlecht. Dieses „Leid“ teilen die Unioner aus Belgien mit den Unionern aus Berlin, die auch Jahr für Jahr den Abgang vieler Top-Stars kompensieren müssen.

Und ähnlich wie der 1. FC Union scheint auch Saint-Gilloise diese Herausforderung gut gemeistert zu haben. Zumindest ist der belgische Vizemeister, der sich im Sommer u.a. mit Gustaf Nilsson (Wehen Wiesbaden) und Dennis Eckert Ayensa (FC Ingolstadt) aus der deutschen 3. Liga verstärkte, ganz ordentlich aus dem Startblock gekommen. Nach sieben Spieltagen ist RUSG mit 11 Punkten Fünfter der Jupiler Pro League, hat eine Bilanz von vier Siegen, einem Unentschieden und zwei Pleiten sowie 11:11 Tore.

Gut für 1. FC Union: Royale Union auswärts anfällig

Die Generalprobe für die Europa League glückte. Die Mannschaft von Trainer Karel Geraerts siegte mit 3:1 bei Kellerkind Zulte Waregem. Der erste Auswärtssieg nach zuvor zwei Pleiten und einem Unentschieden in der Ferne. Ohnehin hat Royale Union Saint-Gilloise etwas an seiner Auswärtsstärke der Vorsaison (bestes Auswärtsteam der regulären Saison in Belgien) eingebüßt. Das zeigte sich auch im Rahmen der Champions-League-Qualifikation.

Nach einem 2:0-Heimsieg gegen die Glasgow Rangers in der 3. Runde verlor der Hauptstadtklub aus der Region Brügge beim schottischen Traditionsklub mit 0:3. Zwar war das Scheitern unterm Strich knapp, aber Royal Union SG sind derzeit Auswärtsprobleme zu attestieren. Daher werden die Belgier auch nicht mit der breitesten Brust in den Hexenkessel an der Alten Försterei angereist kommen und wären schon mit einem Punktgewinn mehr als zufrieden.

Union Berlin vs. Union Saint-Gilloise: Voraussichtliche Aufstellungen

Beim 1. FC Union wird weiterhin Innenverteidiger Diogo Leite verletzungsbedingt fehlen. Außerdem steht noch dickes Fragezeichen hinter dem Einsatz von Jordan Siebatcheu. Den Stürmer plagen weiterhin muskuläre Probleme. Sollte es für den pfeilschnellen Angreifer gegen Saint-Gilloise nicht reichen, könnte FCU-Coach Urs Fischer Jamie Leweling zu seinem Startelfdebüt verhelfen oder erneut auf Kevin Behrens setzen. Insgesamt ist mit einer offensiveren Ausrichtung der Eisernen zu rechnen, sodass auch Niko Gießelmann für den formstarken Julian Ryerson auf links beginnen könnte.

  • Mögliche Aufstellung Union Berlin: Rönnow - Knoche, Jaeckel, Doekhi - Trimmel, Khedira (Haberer), Gießelmann (Ryerson) -Thorsby, Schäfer - Becker, Leweling (Behrens)

Bei Royale Union Saint-Gilloise muss Trainer Geraerts auf den verletzten Verteidiger Koki Machida sowie Angreifer Gustaf Nilsson verzichten. Ansonsten haben die Belgier alle Mann an Bord. Nach der gelungenen Generalprobe vom Wochenende sind Änderungen an der ersten Elf nicht zu erwarten.

  • Mögliche Aufstellung Union SG: Moris - Kandouss, van der Heyden, Burgess - Nieuwkopp, Teuma, Lynen, Amani, Adingra - Boniface, Vanzeir

Saison 2022/2023

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