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Bildquelle: Harleypaul on Tour [], (Bild bearbeitet)
Das erste Geburtstagsgeschenk machten zahlreiche Unioner unserem Verein, indem sie durch ihren Einsatz bei der Schneeräumung den Anpfiff des Spiels sicherten. Auf den Rängen gabs dazu eine riesengroße Choreo zum 60. Geburtstag unseres Vereins, welche sich über sämtliche Heimbereiche erstreckte. Die sah auch ich im fernen Erzgebirge dank der begeisterten Schilderung des Radio-Kommentators geradezu vor mir. Anstoß Frankfurt, langer Ball nach vorn, ein Gegner fliegt durch die Luft auf Doekhi, Offensivfoul.
Die Unioner singen laut, und auch die 2.400 Eintracht-Fans im Gästeblock machen ordentlich Ballett. Nun knatterts in der Luft, denn hinterm Stadion startet ein großes Feuerwerk. Einige Raketen fliegen übers Stadiondach, der Himmel sei hell erleuchtet, der Schiri wartet auf das Ende des Feuerwerks. Eine Rakete landete aufm Spielfeld, Baumi machte sie zur „Chefsache“ und beräumte sie eigenhändig.
Union mit einem Umschaltmoment, einer von uns fällt an der 16er-Grenze, der Schiri schüttelt den Kopf. Nun werden die Choreo-Banner heruntergelassen, die Bewohner von Waldseite und Gegengerade erscheinen in weißen und roten Ponchos, die Choreo geht weiter! Von den Rängen ertönt laut der Westernsong. Wir erobern den Ball, bekommen ihn aber wieder abgegrätscht. András steht dem Gegner aufm Schlappen, „normale Härte AdAF“, meint der Kommentator nicht ohne Anerkennung.
9. Minute, die erste Ecke des Spiels, doch „Hunderte Bengalos erleuchten das Stadion, es sieht irre aus!“, nimmt mich der Kommentator mit ins Wohnzimmer. Dem Schiri bleibt keine Wahl, als das Spiel aufgrund von massivem „Bodennebel“ zu unterbrechen. „Die Sicht geht gegen Null, und es ist windstill“, erfahre ich vom Radiomann. Es folgt der „Eisern“ „Union“-Wechselgesang, und nach 6-7 Minuten auch wieder Fußball aufm Rasen.
Nach wie vor zeigt sich der Kommentator überwältigt von der Kulisse, gegen die er regelrecht anschreien muss. Auch darüber keine Klage, guter Mann! Union steht tief, Frankfurt sucht die Lücke. Wir laufen den Gegner erst in unserer Hälfte an, nun stehen wir schon in unserem Sechzehner. Ab und an ein Angriffsversuch der Unseren: Jeong in Lauf von Kemlein, aber der verstolpert.
Unsere gehen jetzt früher drauf, „Allez-allez SGE!“, vernehme ich den Gästeblock. Schon entfalten sie das nächste Riesenbanner über die gesamte Waldseite, gewidmet unserem Schlachtruf. Nebenbei bemerkt: Noch immer gab es keinen wirklichen Torschuss, bis auf den gerade eben geblockten von Kemlein. Im Positiven einzigartig ist dagegen die irre Stimmung auf den Rängen.
Unsere stets mit zwei Mann gegen den Ballführenden, erzwingen Verluste des Spielgeräts. „Wir sind Unioner, wir sind die Kranken!“, und die Frankfurter Abwehrkette stehe gefühlt vor unserem Tor. Es gibt immerhin ein paar fast-Halbchancen, und von den Rängen die Melodie des Ricky-Hatton-Songs mit Eisernem Text. Aber Frankfurt gewinnt die hohen Bälle. Pass aufn zweiten Pfosten, zum Glück stand da keiner.
Schon wieder Frankfurt über rechts, sie haben 77% Ballbesitz. Ein Gegner rauscht in András rein, gibt Gelb für Frankfurt. Ricky Hatton wird mächtiger, Freistoß Trimmi, aber im zweiten Anlauf hat der Keeper den Ball, dazu Offensivfoul der Unseren. Unsere stören den Frankfurter Aufbau. Ein Distanzschuss der Eintracht geht übern Kasten.
Köhn dringt bis zur Grundlinie vor, holt unsere 1. Ecke raus, Trimmi kommt rüber gelaufen zu ihrer Ausführung. Seine Flanke auf Doekhi, kommt nicht ran, aber kurz darauf schießt Kemlein volley aus der Distanz! Die Parade des Keepers bringt uns die nächste Ecke! Die geht ins Leere, aber kurz darauf mutiert ein Frankfurter Rückpass zur Vorlage für uns – und wir lupfen am Kasten vorbei, das sei die bislang größte Chance gewesen, Unsere ärgern sich.
Auf den Rängen sei es ein optisches Spektakel, ich finde auch akustisch: „Wir lieben Union, jawoll!“ 7 Minuten Nachschlag aufgrund des Bodennebels. Wir ziehen uns zurück, Frankfurt spielt den Ball hin und her. Freistoß nach Foul an Jeong, und nochmal Ecke für uns. Wir seien seit 10 Minuten die bessere Mannschaft. Hohes Bein von Leo, der Gegner markiert, im Gesicht getroffen zu sein. Frankfurt nochmal vor unserem Tor, dann ist Pause.
Welche Union-Halbzeit war das gerade und welche folgt nun? „Kling-Klang, Du und ich – die Straße entlang!“, singt Norbert Leisegang entspannt aus den Boxen. 24 % Ballbesitz, 65 % gewonnene Zweikämpfe 4:1 Torschüsse und ein guter Kilometzer mehr gelaufen, vermeldet die Statistik. Wieder greifen Unsere an, bis kurz vorm gegnerischen Tor sah es gut aus. Jetzt Khedira – schade! Und fast perfekt durchgesteckt, sie versuchen einiges.
Nun baut auch Frankfurt mal auf, wird aber fair gestoppt! Wieder greifen wir an, der Abschluss aus einiger Distanz „für die Statistik“, wie der Kommentator bemerkt. Plötzlich aber hat Frankfurt Platz, Abschluss aus zum Glück zu spitzem Winkel. Aber sie greifen weiter an, begleitet von den Rängen mit dem zum Jubiläum abgewandelten Gesang „60 Jahre Union Berlin – und alle!“, gefolgt von „Und wir lieben unsern Club, und wir sind stolz auf ihn, FC Union aus Berlin – Köpenick!“
Doekhi im Zweikampf, der Gegner bleibt am Boden, bekommt den Messer-Song serviert. András hingegen bekommt in seinem 100. Spiel in unserem Dress die Gelbe Karte nach taktischem Foul. Baumi wechselt doppelt, bringt Burcu und Ilic. Ersterer tankt sich gleich mal vors gegnerische Tor, holt eine Ecke raus. Die kommt weit ungefährlicher daher als der nachfolgende Konter der Gäste. Diesmal stoppt Köhn den Gegner und sieht umgehend ebenfalls den Gelben Karton.
Jedes Team bekommt einen Freistoß, dann knallt Meister Köhn die Pille an den gegnerischen Pfosten. Aber war das zuvor ein Foul von Rani? Egal, beides bleibt folgenlos. Irgendwie sieht gerade alles nach einem zumindest aufm Platz glanzlosem Remis ohne Tore aus, da denke ich sofort: Jetzt bloß keinen fangen! Schon bringen die Hessen einen luftigen Angriff auf rechts. Wir wehren ab, aber zu kurz. Nahe der Strafraumgrenze zieht ein Frankfurter ab – und Freddy hat keine Chance!
Was für ein verdammiger Mistkack! Was soll das jetzt und hier? „Eisern!“ „Union!“, reagieren die Eisernen auf den Rängen, und die aufm Rasen greifen an. Keine zwei Minuten später zeigt der Schiri aufn Punkt, schickt einen Frankfurter mit Gelb-Rot vom Platz, Elfmeter für Union! Der Keeper geht zu Leo, dem vermeintlichen Schützen, um ihm schnell noch ein bisschen psychologisch zu „stärken“, ein Unioner schiebt den Bösewicht weg.
Ich mag gar nicht hinhören, noch sehen, zum Glück fackelt Leo nicht lange. Er will den Keeper verladen, doch der geht genau dahin, wohin unser wackerer Verteidiger die Kugel schoss. Zum Glück jedoch passte sie dann doch noch gerade so unter dem Keeper hindurch – ja verdammt, wir sind zurück, es steht 1:1! „Man hat mir gesagt, es gibt noch mehr als Union …“
Unsere sind jetzt voll am Drücker: Katastrophaler Fehlpass des Gegners – und schon sind wir vorm gegnerischen Gehäuse. Schade, schade, dass sich Ilic in diesem Moment nicht mit dem 2:1 belohnen konnte. So sollte es auch nach dem fünfminütigen Nachschlag bleiben. Ein Freistoß nebens Tor, ein weiterer Abschluss übern Querbalken, dann ist Schluss. „Wir lieben Union, jawoll“ und das Mantra begleiten die Eisernen auf den Rängen die Ehrenrunde unserer Mannschaft.
Da war vom Ergebnis her mehr drin – und doch bin ich vor allem froh, dass wir so schnell zurückkamen. Ganz sicher gab und gibt es viele bessere Spiele unserer 1. Herren. Es war die langanhaltende, „mehrstöckige“ Choreo über sämtliche Heimbereiche zu Ehren unseres Vereinsgeburtstags, die diesen Freitagabend zu einem besonderen machten, genau wie der Einsatz beim Schneeschippen. In diesem Sinne: „60 Jahre Union Berlin – und alle!“ Eisern heißt dit!
Wer: Christopher Trimmel (39)
Wann:25.02.2026