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Bildquelle: Harleypaul on Tour [], (Bild bearbeitet)
Das Spiel beginnt, und ich komme plötzlich bei Sky nicht rein. Zugleich hoffe ich mit ganzem Herzen, dass es den angesagt knapp 6.000 Eisernen im Hamburger Volkspark komplett anders erging. Der HSV dominiert, höre ich den Radio-Kommentator sagen. Niemand in der Bundesliga hat weniger Ballbesitz als wir, niemand habe einen älteren Feldspieler als unsern Käpten Trimmi.
Als ich endlich per Bildschirm dabei bin, schreiben wir bereits Spielminute 18. „Das sieht für mich nach Elfmeter aus!“, hallten die letzten Worte des Radio-Kommentators in meinen Ohren nach, da sehe ich die Szene auch schon im zeitlich etwas hinterher hinkenden Stream. Ja, unser Spieler köpfte den Ball und der gegnerische unseren Mann. Beide werden behandelt, beide können weitermachen – und der Strafstoßpfiff bleibt aus.
Würde sich der vermaledeite VAR noch einschalten? Nee, machter nicht, und der Kommentator spricht von einem „Unfall“ – meint er die Entscheidung des Schiris? Aber schon kommt die nächste strittige Strafraumszene. Live und in der 1. Wiederholung sah es für mich klar nach hohem Bein gegen Ilic aus, welcher auch 7 Minuten zuvor in des Gegners Strafraum gelegt worden war. Die nächsten beiden Wiederholungen sehen nach Ball-gespielt aus, doch der Schiri bleibt bei seiner Entscheidung: Strafstoß für uns!
Und der VAR? Bleibt wieder stumm. Der Kommentator rätselt, was der Unparteiische, was der Kölsch-Keller nun tun wird. Die Antwort lautet: nichts, es bleibt beim Elfer. Noch immer warten auf den VAR. „Fußball!“, fordern die Ränge. Leo legt sich den Ball zurecht, das Heimpublikum pfeift, der Keeper tanzt die Torlinie entlang. Dann bleibt er stehen und Leo netzt souverän rechts unten ein.
Toll, wir führen, aber der Weg hierher war ein nervtötender. Selbst ohne in irgendeiner Weise einzugreifen, mutierte das Phantom namens VAR zum Emotionskiller, zum Sterbehelfer des Fußballs, wie ich ihn liebe. Aber gut, wir führen – das gabs ja schon ewig nicht mehr. Offenbar kam unsere Mannschaft nicht so ganz mit diesem Umstand klar. Hamburg greift vom Mittelkreis aus an, reklamiert Hand, bleibt im Vorwärtsgang.
Ein Fast-Angriff der Unseren, der Konter kommt um etliches gefährlicher daher. Unser Tornetz zappelt, das Heimpublikum unterstützt die Einspielmusik. Ein Gegentor mit Ansage, es steht 1:1. Jetzt wir mal: Köhns Freistoß wird abgeblockt, Ranis 2. Ball geht weit übern Kasten. Der HSV dominiert, wir sind oftmals zu langsam. Trimmi klärte den nächsten Hamburger Vorstoß auf seiner rechten Seite, schon kamen sie über links.
„Wir lieben Union, jawoll!“, lassen sich unsere Auswärtsfahrer vernehmen, und plötzlich ein Konter der Unseren! Ja verdammt, wir kommen durch! Der Keeper ist verladen, Ilic allein vorm gegnerischen Tor! Ein gegnerischer Verteidiger rauscht heran, Ilic zieht ab – oh nein, der Ball streift knapp am aufreizend leeren Kasten vorbei, was für ein Irrsinn!
Doch die Hamburger lassen uns keine Zeit zum fluchen. Im direkten Gegenzug demonstrieren sie, wie’s gemacht wird. Freddy wehrt den finalen Schuss ab, doch der Ball geht unter die Latte und von dort hinter die Torlinie. Das Torgedudel dudelt, die Hausherren haben das Spiel gedreht und führen verdient mit 2:1. Viel bekloppter gehts eigentlich nicht, was bringt uns Halbzeit 2?
Die Halbzeitpause am Fernseher bringt mir maschinengenerierte Erkenntnisse wie: „Die Zuschauer sind Teil des Spiels!“ Das klingt gut, mein jedoch nicht unsere Unterstützung der Mannschaft auf den Rängen, sondern will uns am Handy beim Platzieren von Sportwetten sehen. Jeder für sich allein mit der Hoffnung auf den großen Coup, doch den landet nur die Wettanbieter. Konsumenten-Alarm aller erdenklichen Wettanbieter, dann wieder Fußball mit unseren Auswärtsfahrern auf den Rängen.
Hamburg sofort wieder im Vorwärtsgang. Was sie bringen, sieht stets gefährlicher aus als zwischendrin unsere Bemühungen. Freddy weiß beim Abstoß nicht, wem er den Ball schicken soll, entscheidet sich schließlich zum langen Abstoß ins Leere. Doch jetzt Köhn mit Zug nach vorn, gebremst durch ein taktisches Foul, geahndet mit Gelb, immerhin. „Wo Du auch spielst, ja wir folgen Dir …!“
Leo holt eine Ecke raus, gleich noch eine, doch der Schiri pfeift unseren Angriff ab. Ich hoffe, er wusste warum. Es folgten weitere Torannäherungen, welche jedoch weiterhin nicht so gefährlich daherkamen wie jene des Gegners. Skarke und Burcu kommen rein – und wirbeln gleich ordentlich vorm gegnerischen Tor: Ersterer setzt sich auf links durch, kurz darauf zweiterer auf rechts mit Pass ins Zentrum, wo Meister Skarke verdammt knapp am gegnerischen Kasten vorbeizieht.
Von den Rängen schallt jetzt die Union-Version des Ricky-Hatton-Gesangs, und wie dieser stürmt unsere Mannschaft nach vorn. Die Hamburger machen jetzt auch mal Fehler, sind sie müde? Trimmi auf Ilic, der köpft aufs Tor, aber nicht gut genug für den Keeper. Skarke gegen vier, und er bleibt dran. Freistoß Union: Köhn nimmt Anlauf, knallt das Ding an die Latte, dass diese lange nachbebt – so ein Mist, das wäre der mittlerweile sogar fällige Ausgleich gewesen. „Und wir lieben unsren Club, und wir sind stolz auf ihn!“
Jetzt auch der HSV mal wieder vor unserem Tor – und sofort wird’s gefährlich. Unseren nächsten Angriff beenden sie mit einer rettungs-Grätsche, welche umgehend den nächsten Konter der Hausherren einleitet – und schon stehts 3:1! Einmal kurz nicht aufm Damm, und schon wird’s von diesem gerade enorm heimstarken HSV bitter bestraft, sehr zur Freude der Stadionanlage samt Heimfans.
Wir greifen an, Hamburg kontert, fast das 4:1, doch Freddy macht den Winkel zu. Flanke Burcu, Doekhi köpft das Ding in den Boden, „Wir warn am Ende, gib mal ne Spende …“ Die Spielzeit ist nahezu herum, doch Unsere greifen weiter an. Wieder Burcu, passt zu Ilic – und der köpft das Ding satt in die Maschen! Sein erstes Tor der Saison nach etlichen Torvorbereitungen, und wir sind plötzlich wieder janz nahe dran am ersehnten Punkt!
6 Minuten gabs obendrauf, dazu „Auf geht’s Unioner schießt ein Tor!“ Fast-Missverständnis HSV, und Unsere mühten sich, vors gegnerische Tor zu kommen. Doch nein, nein und nochmals nein, es sollte nicht mehr sein. Auch ein aus unserer Hälfte heraus getretener Freistoß brachte keinen Eisernen Jubel hervor. Dieser gehört den Hausherren, während unsere Auswärtsfahrer mit der herzlichen, hinterher von Trimmi vorm Mikro gelobten Verabschiedung unserer Mannschaft einen guten Schlusspunkt setzten.
„Eine komplett unnötige Niederlage bringt uns den Abstiegskampf zurück!“, beginnt Freund Christophs Resümee aus dem Gästeblock. „Kein lauter Zusammenbruch, sondern ein stilles Scheitern in den entscheidenden Momenten.“ Mindestens zwei dieser Momente brachten mich zum Aufschreien. Den Gegner sah ich indes als die bessere, in den entscheidenden Momenten eiskalt gefährlichere Mannschaft. Lasst uns zusammenstehen und schon nächsten Samstag die nächsten, immer wichtiger werdenden Punkte holen. Eisern heißt dit!
Wer: Christopher Trimmel (39)
Wann:25.02.2026