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Steckt Union Berlin in der Zwickmühle? - Andersson verstärkt Konkurrenten

Transfergerücht um Andersson vor dem Abschluss

Bildquelle: Eiserne-Unioner.de [], (Bild bearbeitet)

Der bevorstehende Transfer von Sebastian Andersson zum 1. FC Köln ergibt für viele Fans der Eisernen keinen Sinn. Hinterfragen muss man auch die Beweggründe beim Stürmer, aber auch beim 1. FC Union Berlin, der abermals einen Stammspieler zur direkten Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt abgibt.

Wechselte zunächst Rafal Gikiewicz zum FC Augsburg, verlieren die Köpenicker mit Sebastian Andersson eine weitere Stammkraft. Heute soll sich der Schwede beim Medizincheck des 1. FC Köln einfinden, um im Anschluss einen langjährigen Vertrag zu unterzeichnen.

Andersson zum Schnäppchen nach Köln?

Über die geforderte Ablösesumme, die An der Alten Försterei umherschwirren, gibt es verschiedene Meldungen. Die Rede ist allerdings von einer Ablösesumme zwischen 6 und 6,5 Millionen Euro, die der Klub wohl einstreichen wird. Geld, welches in einen neuen Mittelstürmer investiert werden sollte, um auch in der anstehenden Saison weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der 1.FC Köln wiederum erhält einen Spieler, der sehr kopfballstark ist, Bälle festmachen und abschirmen kann und zudem Tore schießt. Eigentlich einer, der so wichtig für die Berliner wäre. Andersson wechselt zwar nicht die Farben, dafür aber den Klub.

Statement des Schwedens lässt auf sich warten

Dies lässt sich als Laie nur damit erklären, dass der Goalgetter in Köln wesentlich mehr verdienen muss als an der Wuhle. Zudem stellt sich die Frage, welches Konzept bzw. welchen Plan Andersson vorgelegt wurde, um ihn aus Berlin wegzulotsen? Bisher drang kaum etwas nach Außen, was auch für die Verschwiegenheit beider Vereine spricht.

Auf ein Statement von Andersson wird man wohl noch warten müssen. Zumindest, bis die Tinte unter seinem neuen Vertrag getrocknet ist. Gespannt darf man als Fan der Eisernen durchaus sein, welche Begründung der schwedische Nationalspieler für seinen Transfer in die Domstadt anführt.

Union Berlin setzt sich selbst unter Druck

Beim 1. FC Union Berlin hat man sich zwar im August geäußert, dass kein Spieler unverkäuflich sei. So kurz vor Beginn der Saison einen Stammspieler an die direkte Konkurrenz abzugeben, könnte sich am Ende als Boomerang erweisen.

Die Unioner setzen sich selbst dem Druck aus. Man zwingt sich selbst zum Nachbessern auf dem Transfermarkt, um am Ende nicht nur alle Hoffnungen auf Neuzugang Max Kruse zu setzen. Der Ex-Bremer hat zweifelsfrei seine Qualitäten, jedoch weiß niemand, ob er sich ins System von Trainer Urs Fischer wohlfühlen wird. Ebenso hat man kaum Erkenntnisse darüber sammeln können, ob der sogenannte Königstransfer auch bis mindestens Oktober von Ujah und Teuchert ersetzt werden kann.

 

 

Teuchert noch nicht richtig im Spiel

Cedric Teuchert konnte zudem im Spiel gegen den Karlsruher SC nicht überzeugen. Anthony Ujah fällt derweil verletzt aus. Max Kruse soll angeblich im Oktober wieder einsatzbereit sein. Aktuell befindet er sich im Mannschaftstraining von Union Berlin.

Sollte der Saisonstart am Samstag gegen den FC Augsburg in einen Fehlstart münden und auch die darauffolgenden Partien durch geringe Durchschlagskraft im Angriff der Eisernen auffallen, so muss die Frage gestellt werden, ob sich Oliver Ruhnert etwas verpokert hat!

Fähigkeiten von Oliver Ruhnert sind gefragter denn je

Klar ist auch, dass kein Spieler oder gar Verantwortlicher an den Pranger gestellt wird. Das verbietet schon der Anstand unter den Fans des Klubs. Allerdings wäre sachliche Kritik angebracht. Spätestens dann, wenn Andersson für seinen neuen Arbeitgeber trifft und Union Berlin im Angriff die nötige Torgefahr vermissen lässt. Im Spiel gegen den KSC war dies leider der Fall.

Wie dem auch sei, Andersson kurzfristig zu ersetzen wäre möglich. Oliver Ruhnert verfügt über ein goldenes Näschen und über ein Gespür für Spieler, die die Köpenicker langfristig nach vorne bringen können. Das muss er nun erneut beweisen, indem ein neuer Stürmer kommt, der der Mannschaft sofort weiterhelfen kann.

Andersson-Ersatz muss her

Unter dem Strich: Sebastian Andersson ist weg. Der Spieler selbst hatte in den letzten Monaten immer wieder durch seine Art und Weise zugelassen, dass Transfergerüchte um seine Person aufkamen. Nun hat er seinen Willen bekommen und man muss auch bedenken, dass ein frustrierter Spieler nie gut für das Mannschaftsgefüge ist.

Annehmbar, dass der Klub kaum eine andere Wahl hatte, als den Schweden gehen zu lassen, um zumindest noch eine Ablöse zu kassieren, die in einem Jahr eventuell geringer ausgefallen wäre, wenn er nicht bis dahin seinen Marktwert erheblich steigern würde.


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