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Saisonrückblick der U17 von Union Berlin - Wie verlief die Saison für die Eisernen?

Bildquelle: Union Berlin [], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Das vierte Jahr der U17-Auswahl von Union Berlin in der Junioren-Bundesliga war insgesamt durchaus erfolgreich. Obwohl der Eiserne Nachwuchs in den vergangenen Monaten reichlich Niederlagen einstecken musste, wurde die Saison in der Staffel Nord/Nordost auf einem guten 7. Platz beendet. Das beste Ergebnis seit dem Wiederaufstieg 2015. Wir schauen zurück und verraten interessante Daten und Fakten.

Mit einem knappen 1:0-Heimsieg gegen das Kellerkind Chemnitzer FC hat sich die U17 des 1. FC Union Berlin in die Sommerpause verabschiedet. Dank des goldenen Tores von John Liebelt konnte die Mannschaft von Trainer Andre Vilk Platz sieben in der Abschlusstabelle der 14 Teams umfassenden B-Junioren Bundesliga Nord/Nordost verteidigen.

Aller Ehren wert, vor allem wenn man bedenkt, dass der Union-Unterbau in dieser Altersklasse in den letzten Jahren meist von Abstiegssorgen geplagt war und in den zurückliegenden vier Spielzeiten nie im einstelligen Tabellengefilde landete.

Union-Bubis geht Puste im Saison-Endspurt aus

Aber es darf nicht außer Acht gelassen werden, dass am Ende zwischen dem 1. FC Union und dem zwölften und damit ersten Abstiegsplatz, den der Nachwuchs von Holstein Kiel belegt, lediglich vier Zähler Differenz liegen. Mit einer Ausbeute von 33 Punkten überquerte Union Berlin nach 26 Spieltagen die Ziellinie, wobei die Bilanz mit 10 Siegen, nur 3 Unentschieden und 13 Niederlagen relativ ausgeglichen ist. Aber gerade in den vergangenen Wochen und Monaten mussten die Union-Bubis einige Pleiten verdauen. War doch das 1:0 gegen Chemnitz der zweite Dreier der letzten zehn Ligaspiele. In den restlichen Partien schlich die Vilk-Elf durchweg als Verlierer vom Platz.

Zum Vergleich: In den vorherigen 16 Partien verlor die U17 von Union Berlin nur fünfmal. Dabei kassierte man mit dem 0:4 beim Tabellenzweiten Hertha BSC am 9. Spieltag Anfang Oktober die höchste Saisonpleite. Es war zugleich eines der fünf Spiele, in denen die Jung-Unioner ohne eigenen Treffer blieben. Dafür wurde direkt im nächsten Spiel Holstein Kiel gleich mit 6:1 abgeschossen - der höchste Saisonsieg!

Union-Sturmjuwel Asllani ballert sich in den Fokus

An diesem Spiel hat allen voran Fisnik Asllani sehr gute Erinnerungen, dem binnen neun Minuten ein lupenreiner Hattrick gelang. Ohnehin hat das 16-jährige Sturmjuwel in dieser Saison für reichlich Furore gesorgt. In 23 Spielen traf der gebürtige Berliner mit kosovarischen Wurzeln 23 Mal und bereitete sieben Treffer direkt vor. Damit reiht sich der Mittelstürmer auf dem 2. Platz der Torschützenliste ein. Nur Herthas Emincan Tekin (26 Tore) traf häufiger.

Auch wenn Asllani seine Überform der Hinrunde, in der ihm 16 Treffer glückten, in der Rückserie nicht immer bestätigen konnte, muss man den Torjäger im Auge behalten.

 

 

Wie abhängig Union Berlin von seinem vielversprechenden Talent war, verdeutlich folgender Fakt. Denn insgesamt trafen die Rot-Weißen 47 Mal. Fast die Hälfte der Tore gehen auf das Konto von Asllani! Mit je vier Treffern folgen in der mannschaftsinternen Torschützenliste das Mittelfeldtrio Ünal Durmushan, Fabio Schneider und Gabriel Mentrup. Dennoch: Mehr Tore hat eine B-Jugend der Köpenicker in dieser Spielklasse nie erzielt.

Union-Abwehr überzeugt - Viele Führungen verspielt

Ein Lob hat sich aber auch die Abwehr um Union Berlin Torwart Nikolai Kemlein, der zumeist den Kasten hütete, verdient. Mit 40 Gegentoren stellte man hinter den Top 3, Meister VfL Wolfsburg, Hertha BSC und RB Leipzig, den viertbesten Defensivverbund der Liga.

Weniger erfreulich ist, dass die Vilk-Truppe auffallend häufig trotz Führung verloren hat. Allein in der Rückrunde stand man gleich fünfmal trotz zwischenzeitlicher 1:0-Führung am Ende mit leeren Händen da. Apropos Rückrunde: In dieser stehen fünf Siege acht Niederlagen gegenüber. Remisiert wurde nicht. Die Ausbeute bis zur Winterpause war mit fünf Siegen, drei Unentschieden und fünf Pleiten aber auch nur bedingt und unterm Strich mit 3 Punkten besser.

Unions U17 keine Heimmacht - Pokaltitel futsch

Wenig überraschend und wie allgemein üblich hat der U17 Union Berlin Nachwuchs am heimischen Sportplatz in der Wuhlheide das Gros der Zähler eingefahren. Zwar war man mit 20 Punkten (6 Siege, 2 Unentschieden, 5 Niederlagen) keine Heimmacht, aber Platz sieben in der Heimtabelle ist ein grundsolides Ergebnis.

In der Ferne konnte der 1. FC Union hingegen vier seiner 13 Partien zu seinen Gunsten entscheiden (1 Unentschieden, 8 Niederlagen). Nur drei Mannschaften holten weniger als die 13 Auswärtspunkte der Jung-Eisernen.

Abseits des Liga-Alltags mischte die B-Junioren auch im Berliner Pokalwettbewerb, dem Nike Youth Cup, mit. Hier konnte der Titel aber nicht zum dritten Mal in Folge abgeräumt werden. Im Halbfinale mussten sich die Unioner vor heimischer Kulisse dem Ligarivalen Hertha BSC deutlich mit 0:4 geschlagen geben. Die U17 der Blau-Weißen setzte sich im Endspiel übrigens standesgemäß mit 6:0 gegen den krassen Außenseiter und Landesligisten BFC Preußen durch.


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